INTO

THE WILD

Patagonia erweckt unsere innigste Gefühle. Das Wasser sprudelt aus der Andenkordillere, wie unendliche silbrige Wasserfälle auf dem Granitstein, die glitzernd aus der Entfernung immer wieder den Blick fangen. 

Einheimische Bäume biegen sich über die “Carretera Austral”. Aus den gigantischen vorgeschichtlichen Farne hat der “Chucao” (der regionale Vogel) seine eigene “Carretera” gemacht und begleitet singend unsere Reise. 

Die Stille ist tief und die Sonne schüchtern. Diese bannt sich einen Weg durch durch Nebelschweif und Wolken um plötzlich die Gipfel, die vor tausende Jahren Eis bekommen haben, zu blenden. Einsame Delfine suchen die Boote in den Kanälen. 

Die umfangreichste Begegnung mit den Blauwalen in der südlichen Hemisphere findet fast bis im “Golfo de Corcovado” statt. Die Oberfläche des stillen Ozeans reflektiert alles was über den Meeresspiegel erscheint. 

In meinem Traum erscheint der Indianer aus Patagonien, mit seinem nackten bemalten Körper. Um ihn herum tänzeln freundliche Kolibris…wie ein Christus umgeben von Engeln! Sein riesen breiter Füß ruht auf polsternde gefallene Blättern, immer verbunden mir der Erde, mit seinem Land und auf dem er schließlich geopfert wurde. 

Nur sein eigener Name trägt dieses Stück Paradies. Stumme hunderjährige Bäume sahen ihn bereits schwimmen in diesen eiskalten Gewässern. 

Nur verstohlene Pumas und Füchse sahen ihn laufen, durch Pfade aus Blumen und Blättern, deren Phantasie durch seine Schritte angeregt wurde. 

Zündendes Patagonien, du umarmst mich, du entkleidest mich. 

Ich ruhe rein und entspannt in dem Thermalwasser habe keine Eile mehr. Kann jede vorbeiziehende Wolke betrachten, die in diesem südlichen Himmel schwebt. Meine Netzhaut und mein Herz sind bei dir…zündendes Patagonien.